Dmitry Golubchikov wurde in der Republik Karelien, einer Region im Nordwesten Russlands nahe der finnischen Grenze, geboren. Seine frühe Affinität zu Mechanik und Ingenieurwesen prägte später seine Karriere in der High-End-Fertigung und im Motorrad-Tuning. Bevor er seine eigene Werkstatt gründete, sammelte er Erfahrungen im Motorsport, was ihm half, seine Fähigkeiten im Feinmechanikerhandwerk zu verfeinern.

Obwohl sein Geschäft in vielen Artikeln als „Zillers Garage“ (oder „Zillers Custom Garage“) bezeichnet wird, übernimmt Dmitry die technische Konstruktion und Fertigung oft größtenteils selbst und holt sich nur bei größeren Projekten Unterstützung.

Zillers Garage hat seinen Sitz in Moskau, Russland, und ist auf radikale, futuristische, oft von der Luftfahrt inspirierte Custom-Motorräder spezialisiert. Ihre Arbeit verbindet oft fortschrittliche Technik mit hochkünstlerischer, skulpturaler Ästhetik.

Ihre Werkstatt behauptet sogar stolz, die einzige russische Werkstatt zu sein, die die AMD-Weltmeisterschaft im Motorrad-Customizing (Köln) gewonnen hat, was ihr internationales Ansehen einbringt. Sie betonen auch ihre Erfolgsbilanz bei russischen und asiatischen Custom-Shows und waren vor dem Rückzug von BMW aus Russland ein wichtiger Custom-Partner für die Motorradabteilung von BMW in den östlichen Märkten.

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Eines ihrer bemerkenswerten Projekte ist ein Bodykit/Umbau für die BMW R nineT im Auftrag von BMW Motorrad Russland. Dabei wurde fast alles außer Motor, Antriebsarm und Rahmenteilen in eine handgeformte Aluminiumkarosserie gehüllt. Die futuristische Konstruktion verfügt über integrierte Beleuchtung, ein pneumatisches „Lift“-System, sodass das Motorrad beim Parken auf dem Bauch liegt, sowie versteckte Staufächer und individuelle Zierelemente.

Im Jahr 2018 gewann Golubchikov mit einer umgebauten Yamaha SR400 die Freestyle-Klasse bei den AMD-Weltmeisterschaften. Dies war ein Meilenstein, da es das erste Mal war, dass ein Konstrukteur aus Russland diese Klasse gewann.

Im selben Zeitraum arbeitete er an einem eindrucksvollen „Vincent-Motor“-Umbau, d. h. einem kundenspezifischen Fahrgestell und einer Karosserie, die um einen Vincent-Motor (oder einen Vincent-Nachbau) herum gebaut wurden, wobei fast alle Komponenten (Rahmen, Karosserie, Räder, Verkleidung) von Hand gefertigt wurden.

Seine Arbeit an der maßgeschneiderten BMW R nineT (Projekt 801) wurde in der internationalen Design- und Automobilpresse ausführlich besprochen und festigte seinen Ruf als Verschmelzer von Kunst und Technik.

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